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Tschüss Heiner!

24.03.2020

Lieber Hans- Heinrich Schenk,

 

als du mir im letzten Jahr von eurer Absicht erzählt hast, Wittenberge und die Prignitz zu verlassen, konnte und wollte ich das erst nicht wirklich glauben. Doch dann habe ich mich an die letzten Jahre mit meinem Vater erinnert und mir wurde klar, dass das ein guter und richtiger Schritt ist. Also fing ich an mir Gedanken zu machen, wie wir, deine umtriebigen Mitstreiter der letzten 30 Jahre, uns in angemessener und verdienter Art und Weise von dir verabschieden könnten. Und ich dachte es bleibt ja noch Zeit.

 

Schon Goethe sagte: „Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“

 

Und nun auf einmal geht alles viel schneller als gedacht. Und leider wird auch die geplante Abschiedsparty ausfallen müssen. Wir wissen warum und es ist auch richtig so. Doch ein bisschen Aufmerksamkeit von uns sollst du trotzdem noch haben.

 

Also, lieber Heiner

 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagen wir auf Wiedersehen. Lachend, weil es manches Mal schwierig war, wenn wir zu unterschiedlicher Meinung waren und du dann einfach ohne uns vorgeprescht bist. Weinend, weil du mit deiner positiven Hartnäckigkeit auch viel angeschoben und durchgeboxt hast.

 

Gern erinnere ich mich an die ersten Schritte als deine Nachfolgerin an der Spitze des Kreissportbundes Prignitz e.V. Anfangs erschienen mir die Fußstapfen all zu groß, um ihnen folgen zu können. Als sehr angenehm habe ich es andererseits empfunden, dass du mich im ersten Jahr begleitet hast und so manchen Orts den „Türöffner“ für mich gemacht hast.

 

Es schmerzt einerseits Dich ziehen zu lassen. Du bist in all den Jahren zum vertrauten und immer präsenten Teil unseres Sportlebens geworden. Wie oft hast du mit einer deiner vielen zündenden Ideen einen Funken freigesetzt, der die Arbeit beflügelte und Lösungen bescherte. Wie oft hattest Du ein offenes Ohr für Ärger, Frust, Sorgen und Probleme. Immer wieder stelltest du Bestehendes infrage und engagiertest dich für Neues. Ein steiniger Weg – aber auch mit Erfolg belohnt.

 

Nun ist es soweit, ein neues Kapitel beginnt für Dich. Denk stets daran, falls sich mal Zweifel blicken lassen sollten: Du hast schon ganz anderes bewältigt. Wir drücken Dir die Daumen.

 

Jede neue Herausforderung ist ein Tor zu neuen Erfahrungen. Das wusste schon der Dichter Ernst Ferstl –

 

Immer wieder in unserem Leben trennen wir uns von Gewohnheiten, Menschen und Lebensabschnitten. Wir brechen zu neuen Zielen auf, setzen andere Prioritäten.

 

Wir wünschen dir auf jeden Fall nur das Beste, insbesondre aber Gesundheit noch eine sehr lange Zeit. Genieße mit der lieben Frau Doris die Nähe zu deinen Lieben und behalte uns in guter Erinnerung. Und wenn ihr euch gut eingelebt habt, last mal was von euch hören. Euer neues zu Hause ist ja nicht weit weg, dann würden wir gern mal reinschauen.

 

Die allerherzlichsten Grüße im Namen aller „Sportverrückten“ die du kennst senden dir

 

Birka Eschrich und Christian Kube